Wie kommt das Gute in die Welt?-How comes the Good into the world?- Cómo viene lo bueno al mundo?

Matthieu Ricard

Was ist Altruismus?

Es ist der Wunsch, andere mögen glücklich sein und den Schlüssel zum Glück finden. Empathie wiederum ist die affektive oder kognitive Resonanz, die uns verrät: Dieser Mensch freut sich, dieser Mensch leidet. Doch Empathie allein ist nicht genug. Wenn man ständig von Leid umgeben ist, kann sich Empathie in Stress umkehren und erschöpfen. Deshalb brauchen wir den größeren Rahmen liebevoller Güte.

Zusammen mit Tania Singer vom Max-Planck-Institut in Leipzig haben wir gezeigt, dass Empathie und liebevolle Güte im Gehirn unterschiedlich vernetzt sind. Das ist zwar alles schön und gut als ein Resultat der Evolution, der mütterlichen Fürsorge, elterlichen Liebe, aber wir müssen das ausdehnen. Es kann auch auf andere Spezies ausgedehnt werden. Für eine selbstlosere Gesellschaft brauchen wir zwei Dinge: individuelle Veränderung und gesellschaftliche Veränderung. Ist indidviduelle Veränderung denn möglich? 2 000 Jahre kontemplative Forschung haben gezeigt: Ja, sie ist möglich. 15 Jahre

Zusammenarbeit mit Neurologen und Epigenetikern zeigen uns jetzt: Ja, unser Gehirn verändert sich, wenn wir uns in Altruismus üben. Ich habe 120 Stunden im Kernspintomografen verbracht.

Technician Michael Anderle (left with eyeglasses) and co-principle investigators Richard J. Davidson (center wearing jacket) and Antoine Lutz (right) prepare Buddhist monk Matthieu Ricard for a functional magnetic resonance imaging (fMRI) test at the MRI facility in the Waisman Center at the University of Wisconsin-Madison on June 4, 2008. Ricard is a longtime participant in an ongoing research study led by Davidson that monitors a subject's brain activity and the impact of meditation on pain regulation. Davidson is director of the Waisman Lab for Brain Imaging and Behavior (WLBIB) and the William James and Vilas Professor of Psychology and Psychiatry. ©UW-Madison University Communications 608/262-0067 Photo by: Jeff Miller Date: 06/08 File#: NIKON D3 digital frame 2584

Technician Michael Anderle (left with eyeglasses) and co-principle investigators Richard J. Davidson (center wearing jacket) and Antoine Lutz (right) prepare Buddhist monk Matthieu Ricard for a functional magnetic resonance imaging (fMRI) test at the MRI facility in the Waisman Center at the University of Wisconsin-Madison on June 4, 2008. Ricard is a longtime participant in an ongoing research study led by Davidson that monitors a subject’s brain activity and the impact of meditation on pain regulation. Davidson is director of the Waisman Lab for Brain Imaging and Behavior (WLBIB) and the William James and Vilas Professor of Psychology and Psychiatry.
©UW-Madison University Communications 608/262-0067
Photo by: Jeff Miller
Date: 06/08 File#: NIKON D3 digital frame 2584

Das ist nach den ersten zweieinhalb Stunden. Die Ergebnisse erschienen in vielen wissenschaftlichen Artikeln. Es wurde eindeutig bewiesen, dass das Gehirn strukturelle und funktionelle Veränderungen erfährt, wenn man selbstlose Liebe praktiziert. Zur besseren Veranschaulichung: links das Gehirn eines Meditierenden, wenn er nicht meditiert, und während der Mitgefühlsmeditation. Sie sehen die Hirnaktivität. Daneben die Kontrollgruppe im Ruhezustand: keinerlei Aktivität, während der Meditation: keinerlei Aktivität. Sie sind ungeübt. Muss man dafür 50 000 Stunden meditieren? Nein. Bereits nach vier Wochen mit 20 Minuten achtsamer Meditation pro Tag gibt es strukturelle Veränderungen im Gehirn im Vergleich zur Kontrollgruppe. Nach nur 20 Minuten pro Tag, vier Wochen lang. Es funktioniert sogar bei Kindern. Das zeigte Richard Davidson in Madison. Ein achtwöchiges Programm aus Übungen zu Dankbarkeit, Mitgefühl, Zusammenarbeit, achtsamer Atmung. Sie denken jetzt bestimmt: “Das sind doch nur Vorschulkinder”. Das Ergebnis nach acht Wochen: Die blaue Linie zeigt das prosoziale Verhalten. Dann kam der wissenschaftlich entscheidende Versuch mit den Aufklebern. Zuerst nennt jedes Kind seinen besten Freund in der Klasse, dann das Kind, das es am wenigsten mag, dann ein fremdes und ein krankes Kind. Dann müssen sie Aufkleber verteilen. Vor dem Programm gaben sie ihrem besten Freund die meisten Aufkleber. Vier, fünf Jahre alt, 20 Minuten, dreimal pro Woche. Nach dem Programm gab es keine Benachteiligung mehr: gleich viele Aufkleber für den besten Freund und das unliebsamste Kind. Das sollten wir doch in allen Schulen der Welt einführen. Doch wie geht es weiter? Als der Dalai Lama davon erfuhr, sagte er zu Richard Davidson: “Mach das in 10 Schulen, in 100 Schulen, bei der UNO, auf der ganze Welt.”

Yeunten Ling Institute, Belgium, 2012.

Yeunten Ling Institute, Belgium, 2012.

Wie geht es jetzt also weiter? Individuelle Veränderung ist möglich. Sollen wir darauf warten, dass ein menschliches Gen für Altruismus entsteht? Das würde 50 000 Jahre dauern, zu lang für die Umwelt. Glücklicherweise gibt es die kulturelle Evolution. Wie Fachleute bewiesen haben, verändern sich Kulturen viel schneller als Gene. Eine gute Nachricht. Die Einstellung gegenüber Krieg hat sich mit den Jahren drastisch geändert. Individuelle und kulturelle Veränderung formen sich gegenseitig. Deshalb können wir eine selbstlosere Gesellschaft schaffen. Und dann? Ich für meinen Teil, werde in den Osten zurückgehen. In unseren Projekten behandeln wir derzeit 100 000 Patienten pro Jahr. 25 000 Kinder besuchen die Schule, bei nur 4 % Gemeinkosten. Manche sagen: “Das funktioniert vielleicht in der Praxis, aber funktioniert es auch in der Theorie?” Positive Abweichung gibt es immer. Ich werde mich auch deshalb in mein Kloster zurückziehen, um die innere Kraft zu finden, anderen besser helfen zu können. Doch was können wir auf globaler Ebene tun? Wir brauchen drei Dinge: Förderung der Zusammenarbeit: gemeinschaftliches statt konkurrierendes Lernen in den Schulen, uneingeschränkte Zusammenarbeit innerhalb von Unternehmen — Konkurrenz darf nur zwischen, nicht jedoch innerhalb Unternehmen existieren. Wir brauchen nachhaltige Harmonie.internet source Ich liebe diesen Begriff. Kein nachhaltiges Wachstum mehr. Nachhaltige Harmonie heißt, ab jetzt reduzieren wir Ungleichheit. Dann können wir zukünftig aus weniger mehr machen und qualitativ weiterwachsen, nicht quantitativ. Wir brauchen eine fürsorgliche Wirtschaftsform. Der Homo oeconomicus kann trotz Überfluss die Armut nicht senken, er schafft es nicht, mit dem Problem des Allgemeinguts in der Atmosphäre und im Ozean umzugehen. Wir brauchen eine fürsorgliche Wirtschaft. Fordert man von der Wirtschaft mehr Mitgefühl, antworten sie: “Das ist nicht unsere Aufgabe”. Aber sagt man ihnen, sie nähmen keine Rücksicht, sieht es schlecht aus. Wir brauchen regionales Bemühen und globale Verantwortung. Wir müssen unseren Altruismus auf die anderen 1,6 Mio. Spezies ausweiten. Alle fühlenden Wesen sind unsere Mitbürger auf der Erde. Und wir brauchen mehr Mut zu Altruismus. Lang lebe die Revolution des Altruismus.

Viva la revolución de altruismo!

 

Matthieu RicardWhat is altruism?

It is the wish: May others be happy and find the cause of happiness. Now, empathy is the affective resonance or cognitive resonance that tells you, this person is joyful, this person suffers. But empathy alone is not sufficient. If you keep on being confronted with suffering, you might have empathic distress, burnout, so you need the greater sphere of loving-kindness. With Tania Singer at the Max Planck Institute of Leipzig, we showed that the brain networks for empathy and loving-kindness are different. Now, that’s all well done, so we got that from evolution, from maternal care, parental love, but we need to extend that. It can be extended even to other species.
Now, if we want a more altruistic society, we need two things: individual change and societal change. So is individual change possible? Two thousand years of contemplative study said yes, it is. Now, 15 years of collaboration with neuroscience and epigenetics said yes, our brains change when you train in altruism. So I spent 120 hours in an MRI machine.

Technician Michael Anderle (left with eyeglasses) and co-principle investigators Richard J. Davidson (center wearing jacket) and Antoine Lutz (right) prepare Buddhist monk Matthieu Ricard for a functional magnetic resonance imaging (fMRI) test at the MRI facility in the Waisman Center at the University of Wisconsin-Madison on June 4, 2008. Ricard is a longtime participant in an ongoing research study led by Davidson that monitors a subject's brain activity and the impact of meditation on pain regulation. Davidson is director of the Waisman Lab for Brain Imaging and Behavior (WLBIB) and the William James and Vilas Professor of Psychology and Psychiatry. ©UW-Madison University Communications 608/262-0067 Photo by: Jeff Miller Date: 06/08 File#: NIKON D3 digital frame 2584

Technician Michael Anderle (left with eyeglasses) and co-principle investigators Richard J. Davidson (center wearing jacket) and Antoine Lutz (right) prepare Buddhist monk Matthieu Ricard for a functional magnetic resonance imaging (fMRI) test at the MRI facility in the Waisman Center at the University of Wisconsin-Madison on June 4, 2008. Ricard is a longtime participant in an ongoing research study led by Davidson that monitors a subject’s brain activity and the impact of meditation on pain regulation. Davidson is director of the Waisman Lab for Brain Imaging and Behavior (WLBIB) and the William James and Vilas Professor of Psychology and Psychiatry.
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Photo by: Jeff Miller
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This is the first time I went after two and a half hours. And then the result has been published in many scientific papers. It shows without ambiguity that there is structural change and functional change in the brain when you train the altruistic love. Just to give you an idea: this is the meditator at rest on the left, meditator in compassion meditation, you see all the activity, and then the control group at rest, nothing happened, in meditation, nothing happened. They have not been trained.
So do you need 50,000 hours of meditation? No, you don’t. Four weeks, 20 minutes a day, of caring, mindfulness meditation already brings a structural change in the brain compared to a control group. That’s only 20 minutes a day for four weeks.
Even with preschoolers — Richard Davidson did that in Madison. An eight-week program: gratitude, loving- kindness, cooperation, mindful breathing. You would say, “Oh, they’re just preschoolers.” Look after eight weeks, the pro-social behavior, that’s the blue line. And then comes the ultimate scientific test, the stickers test. Before, you determine for each child who is their best friend in the class, their least favorite child, an unknown child, and the sick child, and they have to give stickers away. So before the intervention, they give most of it to their best friend. Four, five years old, 20 minutes three times a week. After the intervention, no more discrimination: the same amount of stickers to their best friend and the least favorite child. That’s something we should do in all the schools in the world.
Now where do we go from there? When the Dalai Lama heard that, he told Richard Davidson, “You go to 10 schools, 100 schools, the U.N., the whole world.”

Yeunten Ling Institute, Belgium, 2012.

Yeunten Ling Institute, Belgium, 2012.

So now where do we go from there? Individual change is possible. Now do we have to wait for an altruistic gene to be in the human race? That will take 50,000 years, too much for the environment. Fortunately, there is the evolution of culture. Cultures, as specialists have shown, change faster than genes. That’s the good news. Look, attitude towards war has dramatically changed over the years. So now individual change and cultural change mutually fashion each other, and yes, we can achieve a more altruistic society.
So where do we go from there? Myself, I will go back to the East. Now we treat 100,000 patients a year in our projects. We have 25,000 kids in school, four percent overhead. Some people say, “Well, your stuff works in practice, but does it work in theory?” There’s always positive deviance. So I will also go back to my hermitage to find the inner resources to better serve others.
But on the more global level, what can we do? We need three things. Enhancing cooperation: Cooperative learning in the school instead of competitive learning, Unconditional cooperation within corporations — there can be some competition between corporations, but not within. We need sustainable harmony. internet sourceI love this term. Not sustainable growth anymore. Sustainable harmony means now we will reduce inequality. In the future, we do more with less, and we continue to grow qualitatively, not quantitatively. We need caring economics. The Homo economicus cannot deal with poverty in the midst of plenty, cannot deal with the problem of the common goods of the atmosphere, of the oceans. We need a caring economics. If you say economics should be compassionate, they say, “That’s not our job.” But if you say they don’t care, that looks bad. We need local commitment, global responsibility. We need to extend altruism to the other 1.6 million species. Sentient beings are co-citizens in this world. and we need to dare altruism.
So, long live the altruistic revolution. Viva la revolución de altruismo.

Matthieu Ricard¿Qué es el altruismo?

Es el deseo de que el otro sea feliz y encuentre la causa de la felicidad. La empatía es la resonancia afectiva o la resonancia cognitiva que les dice: esta persona está alegre, esta persona sufre. Pero la empatía por sí sola no es suficiente. Si uno sigue enfrentado el sufrimiento, es posible padecer angustia empática, agotamiento, y se requiere una esfera mayor de bondad. Con Tania Singer del Instituto Max Planck, de Leipzig, demostramos que las redes cerebrales para la empatía y la bondad son diferentes. Todo está bien hecho, lo tenemos por la evolución, el cuidado materno, el amor de los padres, pero tenemos que extenderlo. Puede extenderse incluso a otras especies. Si queremos una sociedad más altruista, necesitamos 2 cosas: cambio individual y cambio social. ¿Es posible el cambio individual? Dos mil años de estudio contemplativo dijeron que sí, que lo es. Y 15 años colaborando con la neurociencia y la epigenética dijeron que sí, que nuestro cerebro cambia si se entrena en el altruismo.

Technician Michael Anderle (left with eyeglasses) and co-principle investigators Richard J. Davidson (center wearing jacket) and Antoine Lutz (right) prepare Buddhist monk Matthieu Ricard for a functional magnetic resonance imaging (fMRI) test at the MRI facility in the Waisman Center at the University of Wisconsin-Madison on June 4, 2008. Ricard is a longtime participant in an ongoing research study led by Davidson that monitors a subject's brain activity and the impact of meditation on pain regulation. Davidson is director of the Waisman Lab for Brain Imaging and Behavior (WLBIB) and the William James and Vilas Professor of Psychology and Psychiatry. ©UW-Madison University Communications 608/262-0067 Photo by: Jeff Miller Date: 06/08 File#: NIKON D3 digital frame 2584

Technician Michael Anderle (left with eyeglasses) and co-principle investigators Richard J. Davidson (center wearing jacket) and Antoine Lutz (right) prepare Buddhist monk Matthieu Ricard for a functional magnetic resonance imaging (fMRI) test at the MRI facility in the Waisman Center at the University of Wisconsin-Madison on June 4, 2008. Ricard is a longtime participant in an ongoing research study led by Davidson that monitors a subject’s brain activity and the impact of meditation on pain regulation. Davidson is director of the Waisman Lab for Brain Imaging and Behavior (WLBIB) and the William James and Vilas Professor of Psychology and Psychiatry.
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Pasé 120 horas en una máquina de resonancia magnética. Esa fue la primera vez que estuve 2 horas y media. El resultado se ha publicado en muchos trabajos científicos. Demuestra, sin ambages, que hay un cambio estructural y funcional en el cerebro si se entrena el amor altruista. Solo para darles una idea: a la izquierda el meditador descansa, hace meditación de compasión, ven la actividad, y luego el grupo de control descansa, no ocurre nada, sin meditación, no ocurre nada. No han sido entrenados. ¿Se necesitan 50 000 horas de meditación? No. Cuatro semanas, 20 minutos por día de meditación afectiva, consciente, ya genera un cambio estructural en el cerebro comparado con un grupo de control. Son solo 20 minutos al día, durante 4 semanas. Incluso con niños en edad preescolar; Richard Davidson lo hizo en Madison. Un programa de 8 semanas: gratitud, amabilidad, cooperación, respiración consciente. Podrían decir: “Son solo niños en edad preescolar”. Miren después de 8 semanas, el comportamiento pro-social, es esa línea azul. Y luego viene la última prueba científica, la prueba de las etiquetas. Antes, se debe determinar por cada niño el mejor amigo de la clase, el menos favorito, un niño desconocido, y el niño enfermo, y tienen que asignar etiquetas. Antes de la intervención, le dan la mayor parte a su mejor amigo. Niños de 4, 5 años, 20 minutos, 3 veces por semana. Después de la intervención, no más discriminación: la misma cantidad de etiquetas al mejor amigo y al niño menos favorito. Eso es algo que debemos hacer en todas las escuelas del mundo. ¿Cómo sigue esto?

Yeunten Ling Institute, Belgium, 2012.

Yeunten Ling Institute, Belgium, 2012.

Cuando el Dalai Lama se enteró, le dijo a Richard Davidson: “Ve a 10 escuelas, 100 escuelas, a la ONU, al mundo entero”. ¿Cómo sigue? El cambio individual es posible. ¿Tenemos que esperar que entre a la raza humana un gen altruista? Eso llevará 50 000 años, demasiado tiempo para el medio ambiente. Afortunadamente, existe la evolución de la cultura. La cultura, como se ha demostrado, produce cambios más rápidos que los genes. Eso es una buena noticia. La actitud hacia la guerra ha cambiado drásticamente en los últimos años. El cambio individual y cultural se modelan mutuamente, y sí, podemos lograr una sociedad más altruista. ¿Cómo seguimos? Yo volveré a Oriente. Ahora tratamos 100 000 pacientes al año en nuestros proyectos. Tenemos 25 000 niños en la escuela, 4 % por encima. Algunas personas dicen: “Bueno, tus cosas funcionan en la práctica, pero ¿funciona en la teoría?” Siempre hay desviación positiva. Así que yo también volveré a mi ermita para encontrar los recursos internos para servir mejor a los demás. Pero a nivel más global, ¿qué podemos hacer? Necesitamos 3 cosas. Aumento de la cooperación: Aprendizaje cooperativo en la escuela en vez de aprendizaje competitivo; cooperación incondicional dentro de las empresas, puede existir cierta competencia entre empresas, pero no dentro. Necesitamos armonía sustentable. internet sourceMe encanta este término. Ya no crecimiento sustentable. Armonía sustentable significa que ahora reduciremos la desigualdad. En el futuro, haremos más con menos, y seguiremos creciendo cualitativamente, no cuantitativamente. Necesitamos la economía del cuidado. El Homo economicus no puede ocuparse de la pobreza en medio de la abundancia, no puede hacer frente al problema de los bienes comunes de la atmósfera, de los océanos. Necesitamos una economía del cuidado. Si uno dice que la economía debería ser compasiva, dicen: “Ese no es nuestro trabajo”. Pero si uno dice que no les importa, eso es mal visto. Necesitamos compromiso local, y responsabilidad global. Necesitamos ampliar el altruismo al otro 1,6 millón de especies. Los seres sensibles son co-ciudadanos en este mundo. Tenemos que atrevernos al altruismo. Larga vida a la revolución altruista. Viva la revolución del altruismo.

 

internet sourceMatthieu Ricard, PhD, is a Buddhist monk who went from a scientific career as a molecular biologist in France to the study of Buddhism in the Himalayas 45 years ago. Author of several books, including The Monk and the Philosopher, with his father J.F. Revel, Happiness, How to Cultivate Life’s Most Important Skill, Why Meditate? and soon Altruism: The Power of Compassion to Change Yourself and the World. As a photographer, he published several albums. Within the Mind and Life Institute, he is an active participant in the scientific research on the effects of meditation on the brain. French interpreter for the Dalai Lama since 1989. Lives in Nepal and runs 130 humanitarian projects to which he donates all the proceeds of his books and activities.

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